Erinnerung an dunkle Seiten

Von Christa Möller

Der Heimat-und Kulturverein Undenheim hat anlässlich seines 20-jährigen Bestehens gerne die ihm vom Gemeinderat übertragene Organisation der zu verlegenden Stolpersteine übernommen.

Die kleinen Messingquader, die üblicherweise, vor den letzten Wohnhäusern der NS-Opfer eingelassen werden, sollen uns an die Undenheimer jüdischen Glaubens bzw. an die Euthanasie-Opfer erinnern, die ermordet wurden. Sie geben den ermordeten Menschen ihre Namen wieder. Zur kleinen Feierstunde trafen sich circa fünfzig interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger am ersten Verlege-Punkt in der Staatsrat-Schwamb-Straße 74 um dem Künstler Gunter Demnig bei der Arbeit zuzuschauen. Ortsbürgermeister Wilhelm Horn, gleichzeitig auch Vorsitzender des Heimat-und Kulturvereins erinnerte in seiner Ansprache an die dunklen Seite der deutschen Geschichte, „mit den Steinen erinnern wir nicht nur, sondern setzen auch ein Mahnmal das dieses nie wieder geschehen soll“, so der Vorsitzende. Auch Pfarrer Dr. Frank Holzbrecher ging in seiner Rede darauf ein.

Der Heimat-und Kulturverein bittet alle bei ihren Spaziergängen durchs Ort, einmal auf die Steine zu achten, innezuhalten und den Opfern zu Gedenken.

Die weiteren Steine finden sie am Georg-Wiegand-Will-Platz und in der Storchengasse 22.

Wir bedanken uns auf diesem Wege auch bei den beiden Spendern, dem SPD Ortsverein Undenheim und Frau Hedwig Schickert, die gemeinsam mit dem Heimat-und Kulturverein die gesamten Kosten der Aktion übernommen haben.